DIE MUUZEMÄNDELCHER

Am 12.Mai 1949 wurde die Karneval-Gesellschaft "Muuzemändelcher" gegründet.

Zu dem gewählten Vorstand gehörte auch der Beisitzer 'Karl-Schmitz-Grön'.

Die "Muuzemändelcher" wurden aus einem Kegelclub gegründet, mit der Absicht, eine Gemeinschaft der namhaften Karnevalisten zu entwickeln.

Am 20.September 1949 wurde die Eintragung in das Vereinsregister beschlossen, welche dann am 13.12.1949 unter der Nr.:1944 bei Amtsgericht Köln vollzogen wurde.




Hier ein Auszug aus der Festschrift

15 Jahre MUUZEMÄNDELCHER

Die Kölner Karnevalisten e.V.

1949 - 1964

Karl-Schmitz-Grön: Mein Werdegang

Wenn ich meinen karnevalistischen Werdegang schildere, müßte ich eigentlich mit den Worten Goethe's beginnen, indem ich zitiere: "Was Du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!" bei mir handelt es sich allerdings nicht um irdische Güter, sondern um den echten kölnischen Humor und seine Schlagfertigkeit, was ja auch etwas Kostbares ist, und die Befähigung, seinen Mitmenschen Freude zu bereiten.

Über meine Vater möchte ich, mit Verlaub, diejenigen ins Bild setzen, die mit meiner "Dynastie Schmitz" nicht vertraut sind

Mein Vater hieß eigentlich Jean Schmitz, aber er hatte den Spitznamen "Schmitze-Gäl" und war bekannt und populär, weil er über 50 Jahre im Kölner Karneval an führender Stelle stand, sei es in der "Bütt" oder auf dem Podium.

Als ich nun vor 40 Jahren (ach wie die Zeit vergeht) in das Rampenlicht des Kölner Karnevals trat, um dem Können meines Vaters nachzueifern, erhielt ich von "denne Fastelovensfründe" den Beinamen "Grön", also ich wurde der "Schmitze-Grön", was soviel heißen sollte, das ist der Jüngere.

Den lieben Leser wird es interessieren, daß ich in den ersten Jahren im Kampf gegen Griesgram, wie man so schön sagt, in der Bütt meine Reden in sächsichem Dialekt hielt und das Idiom war so treffend, daß mich damals schon der Verein der Sachsen und Thüringer für ihre bunten Abende verpflichtete.

Die ersten Typen, die ich in diesem Dialekt in die Bütt stellte waren: "Ein Wohnungsloser" - "Ein Feuerwehrmann" - " Ein Flieger" - "Ein Boxer" - "Ein Eisenbahnschaffner". Ich darf dabei bescheiden bemerken, daß ich beim Publikum gut ankam. Als nun eines Tages der Kölner Stadtanzeiger über mich schrieb, es wäre ja alles gut und schön, ich hätte die Lacher auf meiner Seite, aber man wollte mich doch daran erinnern, daß meine Wiege in Köln gestanden hätte und somit ich ein waschechter Kölner wäre, hatten sie das keinem "Douve gefleut", wie mer en Kölle säht! Seitdem halte ich meine bald unzähligen Typen, die ich in den vielen Jahren in die Bütt gestellt habe, in meinem heimatlichen kölschen Dialekt.

Wenn nun einmal ein kluger Mensch schrieb: "Humor hält jung und schön", so darf ich bestätigen, daß dies stimmt, nur das letzte Wort dürfte allerdings vergänglich sein!

Nachdem ich nun nach 40jähriger Tätigkeit im Kölner Karneval die Bilanz ziehe, so wird das alte angestammte Volksfest "unter Fastelovend", wenn auch oft den Wirren der Zeiten ausgesetzt, ein steter Bestandteil unseres rheinischen Volkstums sein und ich danke dem Schicksal, daß es mich soviele Jahre daran teilnehmen ließ, um vielen, vielen Menschen etwas Freude zu spenden!