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Unweit der ehemaligen Ossendorfer Mühle am Sandweg lag in einer Talrinne halb verborgen dereinst die Luftschiffhalle von Köln. Sie war 1909 erbaut worden, nachdem ein Vertrag mit der Luftschifffahrt A.-G. in Frankfurt über die Stationierung eines Zeppelinluftschiffes in Köln zustande gekommen war. Noch im gleichen Jahr erlebte sie den triumphalen Einzug des Luftschiffes LZ 5, das Graf Zeppelin persönlich steuerte. 1910 fand eine große Luftschiffübung dort statt, bei der neben den Luftschiffen Zeppelin und Parseval zwei weitere zugegen waren. |
Am 1.10.1911 kamen der Stab und die 1. Kompanie des neuerrichteten Luftschiffer-Bataillons Nr.3 nach Köln. Sie bezogen vorläufig das Fort IV bei Bocklemünd. |
Damals bedienten sich belagerte Festungen zur Nachrichtenübermittlung nach außen der Freiballons, deren Bedienung Sache der Pioniere war. Daraus entstand 1911 die Luftschiffertruppe, in Köln also das Luftschifferbataillon Nr.3, das von 1911-1918 in Bickendort stationiert war. 1914 rückte die 1. Kompanie des Luftschifferbataillons Nr.3 ins Feld. Die Übungen dienten bis zum Ersten Weltkrieg der Erprobung der Luftschiffsysteme Zeppelin, Groß-Base-nach und Parseval. Hierfür war 1909 die Bickendorfer Halle für 3 Luftschiffe fertiggestellt worden. Später fanden auf der Bickendorfer ,,Emilshöhe", wie sie im Volksmund genannt wurde, auch zahlreiche Freiballonübungen statt. Noch vor dem Ersten Weltkrieg war die Luftschifferkaserne in Ossendorf, Frohnhofstraße 190, entstanden (1912 bis 1914 erbaut). Sie beherbergte Teile des Luftschifferbataillons Nr.3. Nach der Besatzungszeit von 1919-1926 wurde die Kaserne in Wohnungen umgestaltet. Die Tradition der preußischen Luftschiffertruppe wurde in der Reichswehr von der 2.13. Kf.-Abt. Döberitz fortgeführt. In der Wehrmacht übernahm die Ballonabteilung 16 die Tradition des Luftschifferbataillons Nr.3. |