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Das älteste Bauwerk von Bickendorf, das
Rochuskapellchen. Mit der Zeit war die Einwohnerzahl
der Gemarkung Bickendorf soweit gestiegen, daß ein
eigenes Gotteshaus notwendig wurde, wenn auch die
Zugehörigkeit zur Pfarrei St. Mechtern blieb.
Zur Zeit der Pest in Köln 1666/67) errichtete man an
manchen Orten ,dem Schutzpatron gegen Pest und
Seuche, dem hl. Rochus, eine Votivkapelle.
ln einer anderen Quelle ist die Rede von
einem St. Leonhardskapellchen im 17.
Jahrhundert an der Bickendorfer bzw. alten
Landstraße (der jetzigen Venloer Straße) zu
dem eine ,,Heilfahrt" ging. Die dem hl.
Rochus geweihte Kapelle wurde von dem
Domherrn Heinrich von Mehringl.
gegenüber seinem Hofgut im Jahre 1733
erbaut, Stiftungsgemäß lasen die Kölner
Franziskaner jeden Sonntag eine
Frühmesse in dieser Kapelle. Diese blieb
bei der Pfarrei St. Mechtern bis zur
Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
1802/04. Die Kapelle wurde 1836 zur
Pfarrkirche erhoben und diente als solche
bis zum Pfarrkirchneubau 1847.
So wahrscheinlich auch
in Bickendorf. Das
Gründungsjahr hat sich
bis heute nicht genau
feststellen lassen.
1842 wurde infolge einer Pulverfaßentzündung der Vordergiebel der Kapelle gesprengt.
Beim Wiederaufbau hat man den in die neue Straßenflucht fallenden Kapellenbau um
etwa 2½ m verkürzt und den neuen Giebel mit neugotischen Tür- und Fenster-
umfassungen aufgeführt. Unter der neuen Bildnische wurde die alte Jahreszahl ,,1733"
wieder eingesetzt. In der Giebelnische befindet sich noch heute die alte Holzfigur des hl.
Rochus (80 cm hoch) und im Türmchen das Kapellenglöckchen.