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Bickendorf erhielt erst durch die Großsiedlungen der GAG und später auch anderer Gesellschaften die Bedeutung, die es heute im Leben unserer Stadt einnimmt. Für den geplanten Siedlungsbau schrieb die Gesellschaft einen Wettbewerb aus. Das erstaunlich weit gespannte Programm sollte 600 Kleinwohnungen in einfacher, aber gediegener Ausführung für minderbemittelte Bevölkerungsschichten auf einem 11 ha großen Gelände in Bickendorf umfassen. 48 Architekten beteiligten sich an dem Wettbewerb. Das Preisgericht erkannte am 28.10.1913 den Essener Architekten Caspar Maria Grod und Leo Kaminsky den ersten Preis zu die für ihre Wettbewerbsarbeit das kölsche Motto ,, Lich, Luff und Bäumcher" gewählt hatten. Das war zugleich programmatisch und anheimelnd. Anfang Juni 1914 wurde der erste Spatenstich zum ersten Bauabschnitt mit 360 Wohnungen, fast ausschließlich Einfamilienhäuser, vollzogen. Im Frühjahr 1915 waren die ersten 12 Häus- |
chen bezugsfertig. In ähnlichen Abschnitten ging es weiter. Ende des Krieges standen 193 vorwiegend von kinderreichen Familien bezogene Häuser der GAG. Die Last betrug je nach Größe (47 Zimmer) zwischen 32,- und 70,- Reichsmark, Für die heutige Zeit geradezu märchenhafte Mieten. Sie ließen damals den Erwerb der Häuschen unter äußerst günstigen Bedingungen zu. |